Fünf Brandstellen gleichzeitig: Großeinsatz

Fünf Brandstellen gleichzeitig: Großeinsatz für elf Feuerwehren im Raum Zemling
Ein brennender Holzstoß entwickelte sich am Nachmittag zu einem Großeinsatz mit insgesamt fünf verschiedenen Brandstellen. Zwölf Feuerwehren mit 130 Mitgliedern standen im Einsatz.

Kurz vor 15 Uhr wurden die Feuerwehren Zemling, Mühlbach und Hohenwarth zum Brand eines großen Holzstoßes alarmiert. Bereits wenige Minuten nach der Alarmierung wurde eine zweite Brandstelle in unmittelbarer Nähe bekannt. Aufgrund dieser Entwicklung erhöhte Einsatzleiter Mario Hertlein umgehend auf Alarmstufe 3, wodurch insgesamt neun Feuerwehren alarmiert wurden.

Die Entscheidung, frühzeitig zusätzliche Kräfte anzufordern, erwies sich als besonders wichtig. Innerhalb weniger Minuten wurden zwei weitere Brandstellen bekannt, sodass die Einsatzkräfte zunächst an vier verschiedenen Stellen gleichzeitig gefordert waren.

Eine entscheidende Rolle bei der Lageerkundung spielten die Drohneneinheiten der Feuerwehren Hollabrunn und Maissau. „Der Einsatz der beiden Drohneneinheiten erwies sich als besonders wertvoll. Wir konnten uns nicht nur rasch einen Überblick über die gesamte Lage verschaffen, sondern mithilfe der Drohnen sogar einen fünften Brandherd entdecken, der vom Boden aus zunächst nicht erkennbar war“, berichtet Christian Kloiber, Leiter der Drohnengruppe.

Aufgrund der zunehmenden Anzahl an Einsatzstellen wurden im weiteren Einsatzverlauf drei zusätzliche Feuerwehren nachalarmiert. Damit standen insgesamt elf Feuerwehren im Einsatz.

Drei der Brandstellen konnten mithilfe der Tanklöschfahrzeuge erfolgreich bekämpft und abgelöscht werden. Deutlich aufwendiger gestaltete sich der Brand eines größeren Rundholzlagers. Aufgrund des hohen Löschwasserbedarfs musste eine eigene Zubringleitung aufgebaut werden. Auch bei einer weiteren Brandstelle war die Errichtung einer sehr langen Löschwasserleitung notwendig, da eine direkte Zufahrt mit Tanklöschfahrzeugen nicht möglich war.

Trotz der zunächst unübersichtlichen Lage gelang es den eingesetzten Feuerwehren durch ihr koordiniertes Zusammenwirken, sämtliche Brandstellen rasch unter Kontrolle zu bringen und eine weitere Ausbreitung der Brände auf den angrenzenden Waldbestand zu verhindern.

Eine Besonderheit dieses Großeinsatzes war der erste echte Einsatz der neu aufgestellten Unterstützungseinheit, die bei der Bewältigung komplexer Einsatzlagen die örtliche Einsatzleitung unterstützt. Christian Holzer übernahm im Kommandofahrzeug der Feuerwehr Maissau unterstützende Aufgaben in der Einsatzleitung unter der Führung von Christian Kloiber. Markus Zahlbrecht von der Unterstützungseinheit und Horst Miltner von der Waldbrandgruppe unterstützten Einsatzleiter Mario Hertlein als Einsatzbereichsleiter.

Abschnittsfeuerwehrkommandant Andreas Schwingl und sein Stellvertreter Josef Baumeister zeigten sich beeindruckt von den Leistungen der Feuerwehren.

Erst gegen 19 Uhr konnte für alle fünf Brandstellen „Brand aus“ gegeben werden.
Insgesamt standen elf Feuerwehren mit 25 Fahrzeugen und rund 136 Feuerwehrmitgliedern im Einsatz. Unterstützt wurden sie durch das Rote Kreuz und die Polizei.

Die Brandursache ist derzeit noch unklar und Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.
Eingesetzte Feuerwehren: Zemling, Hollabrunn, Maissau, Mühlbach, Hohenwarth, Eggendorf am Walde, Ebersbrunn, Bösendürnbach, Rohrbach, Ravelsbach, Gars am Kamp, Stettenhof

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