Am Freitag, dem 18. September 2026, fand in Obergrabern für den Abschnitt Hollabrunn das Ausbildungsmodul „Verkehrsunfall auf Basis HLF 1“ statt. Insgesamt 30 Feuerwehrmitglieder nutzten die Gelegenheit, ihr Wissen und ihre praktischen Fähigkeiten für den technischen Einsatz bei Verkehrsunfällen zu erweitern.
Da jede Feuerwehr als erste Einheit an einer Unfallstelle eintreffen kann, lag der Schwerpunkt der Ausbildung auf einfachen und wirkungsvollen Maßnahmen, die mit der vorhandenen Ausrüstung eines HLF 1 durchgeführt werden können. Besonders angesprochen waren Feuerwehrmitglieder mit keiner oder nur geringer Vorerfahrung im Bereich des technischen Einsatzes.
An drei Stationen wurden die wesentlichen Aufgaben bei einem Verkehrsunfall praxisnah vermittelt und geübt.
Bei der Station „Fahrzeug- und Unfallmanagement“ stand das Sichern und Stabilisieren von Unfallfahrzeugen im Mittelpunkt. Dabei wurden unter anderem verschiedene Möglichkeiten zum Unterbauen, zur Sicherung gegen Wegrollen oder Umkippen sowie zum Auffangen austretender Betriebsstoffe behandelt. Auch das sichere Arbeiten in Böschungen war Teil der Ausbildung.
Die Station „Rettung und Zugang“ widmete sich dem richtigen Ablauf einer Menschenrettung. Vom Sichern der Einsatzstelle über das Schaffen eines Zuganges bis hin zum Befreien und Retten verletzter Personen wurden unterschiedliche Möglichkeiten mit einfachen Feuerwehrmitteln gezeigt und praktisch angewendet. Dabei standen unter anderem der Umgang mit Sicherheitsgurten und Fahrzeugbatterien sowie der Einsatz des Spineboards auf dem Programm.
Bei der dritten Station „Schutz und Sicherheit“ wurden die persönliche Schutzausrüstung, der Brandschutz sowie die richtige Ausleuchtung einer Unfallstelle thematisiert. Darüber hinaus beschäftigten sich die Teilnehmer mit Rettungskarten, Fahrzeugdatenbanken und den besonderen Gefahren moderner Fahrzeuge und deren elektrischen Komponenten.
Als Ausbilder standen HBI Altinger, HBI Baumgartner, V Eitermoser, HBI Ernst, HBI Jelinek und HBI Puchwein zur Verfügung und vermittelten die Ausbildungsinhalte praxisnah an den drei Stationen.
Die praxisorientierte Ausbildung bot den 30 Feuerwehrmitgliedern die Möglichkeit, wichtige Handgriffe für den technischen Einsatz kennenzulernen und zu festigen. Damit konnten wertvolle Erfahrungen gesammelt werden, um bei Verkehrsunfällen im Ernstfall sicher und zielgerichtet handeln zu können.





