In der Nacht vom 10. auf 11. Juni 2013 standen hunderte Feuerwehrmitglieder im Einsatz, zeitgleich waren über 30 Feuerwehren aus dem Bezirk im Einsatz. Dramatisch war die Lage vor allem im Pulkautal in den Orten Jetzelsdorf, Haugsdorf und Auggenthal.
Nach den ersten Sicherungsmaßnahmen, begannen die Feuerwehrmitglieder mit den Pumparbeiten. Es galt unzählige Einsatzstellen im gesamten Bezirk abzuarbeiten. Wohnhäuser waren von den Wassermassen bedroht und wurden teilweise mit Sandsäcken gesichert. Viele Keller waren meterhoch überflutet. Einige Straßen standen bis zu 40cm unter Wasser und mussten gesperrt werden. Hängengebliebene Fahrzeuge wurden geborgen.
Kurz vor Mitternacht spitzte sich die Lage dramatisch zu, die Feuerwehrmitglieder wurden zu einem Brand einer Tankstelle in Schöngrabern dirigiert. Vier Feuerwehren rückten zur Einsatzstelle ab. Durch einen Blitzschlag kam es zu einem kleinen Schmorbrand in der Elektroinstallation. Die Feuerwehren konnten nach wenigen Minuten wieder abrücken.
Zu mehreren Einsätzen kam es auch in der Gemeinde Nappersdorf dort musste unter anderem der Keller eine Schule ausgepumpt werden. Ebenfalls musste dort eine große Heizungsanlage gesichert werden. Ein Wohnhaus in Dürnleis wurde von eine Meterhohen Flutwelle durchspült, zwei Menschen wurden von den Wassermassen mitgespült, blieben aber unverletzt.
Neben vereinzelten Einsätzen im gesamten Bezirk, kam es auch im Großraum Retz zu mehreren Sicherungs- und Pumparbeiten durch die Feuerwehrmitglieder.
Der Pegel der Pulkau wurde laufend kontrolliert, doch dem raschen Anstieg folgte auch wieder ein rasches Absinken. Die meisten Einsatzkräfte konnten in den frühen Morgenstunden wieder einrücken, Im Moment (11.06.2013, 08:00) stehen jedoch noch immer 10 Feuerwehren im Einsatz.
Bericht der FF Jetzelsdorf:
Am 10.6. um 21:36 wurde die FF Jetzelsdorf zuerst zu Auspumparbeiten nach Haugsdorf alarmiert. 8 Minuten später wurde sie dann aber zurück nach Jetzelsdorf gerufen, da auch dort sinnflutartige Regenfälle zu Überschwemmungen geführt haben.
Am schlimmsten war die Situation in der Franz von Zülow-Straße in Jetzelsdorf, wo alleine 14 Objekte die Hilfe der Feuerwehr brauchten. Insgesamt gab es in Jetzelsdorf 18 Einsatzobjekte.
Sofort wurden weitere Kräfte zur Unterstützung angefordert. In der Spitzenzeit waren 10 Feuerwehren mit 101 Mitgliedern (Jetzelsdorf, Guntersdorf, Zellerndorf, Immendorf , Watzelsdorf, Pfaffendorf-Karlsdorf, Peigarten, Pernersdorf, sowie die SPAs von Obritz und Retz) in Jetzelsdorf im Einsatz wobei die meisten Kräfte noch in der Nacht bzw. in den frühen Morgenstunden abgezogen werden konnten.
Zurzeit ist die FF Jetzelsdorf noch immer mit Auspumparbeiten beschäftigt. Ein Einsatzende wird in den nächsten Stunden erwartet – nach mehr als 15 Stunden.
Die FF Jetzelsdorf möchte sich für die gute Zusammenarbeit und hervorragende Unterstützung der anderen Wehren bedanken.
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