Die Kerzen der Adventkränze werden nun wieder angezündet. In wenigen Tagen ist Weihnachten und dann erstrahlt auch der Christbaum wieder im Lichterglanz. Die Brandgefahr ist gerade in der Advent- und Weihnachtszeit sehr groß, wenn nicht …
entsprechende Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.
Aber nicht nur um Weihnachten herum sollte man auf die verschiedenen Quellen der Brandgefahren achten und sich gegen sie durch das richtige Verhalten im Brandfall, aber auch durch die Kenntnis von vorbeugenden Maßnahmen schützen. Auch im normalen Alltag kann die vielfältige Brandgefahr durch Unachtsamkeit bzw. nicht abrufbares Selbstschutzwissen, wie man einen Brand gar nicht erst entstehen lassen kann bzw. worin abwehrender Brandschutz besteht, in eine Katastrophe münden.
Der Österreichische Zivilschutzverband und seine Landesorganisationen gehen daher anlässlich der Weihnachtsfeiertage und des Jahreswechsels – denn auch zu Silvester besteht durch den Einsatz von Leuchtraketen und Böllern, sogenannten Silvesterkrachern, vielfach Brandgefahr – verstärkt mit einer Informationsaktion an die Öffentlichkeit:
Unter dem Titel Brandgefahr im Haushalt wendet sich der Zivilschutzverband mit einem Poster (http://www.siz.cc/file/download/SIZ_Wandzeitung09_ANSICHT_fin.pdf) an die Bevölkerung, der in den öffentlichen Gebäuden und Schulen ausgehängt ist und die Bürger dazu motivieren soll, sich Selbstschutzwissen anzueignen, um größere Schäden durch präventive Maßnahmen und richtiges Verhalten im schon eingetretenen Notfall zu vermeiden!
Um richtig vorbereitet zu sein und helfen zu können, ist ein Mindestmaß an Vorsorgemaßnahmen unbedingt notwendig:
Man sollte die Notrufnummern (Feuerwehr 122) im Schlaf kennen (die richtige Alarmierung der Einsatzkräfte kann Leben retten!), einen Rauchmelder, Feuerlöscher und eine Löschdecke zu Hause haben, so kann im Fall der Fälle das Ärgste verhindert werden.
Informieren Sie sich jedoch bei Ihrem Zivilschutzverband über die umfangreichen Möglichkeiten des Brandschutzes, des richtigen Verhaltens im Brandfall, über die vielfältigen Brandgefahren und andere Notfälle. – Auf der Webseite des Bundesministeriums für Inneres (BM.I) können Sie die Broschüre Brandschutzratgeber (www.bmi.gv.at)
downloaden.
Adventkränze und Christbäume fangen leicht Feuer – Brandgefahr auch beim Adventbasteln – Selbstschutztipps
Es ist sehr schön, wenn in der Weihnachtszeit die Kerzen feierlich brennen, doch sollte alles getan werden, dass Adventkränze und Christbäume nicht lichterloh zu brennen beginnen. Der leichtsinnige oder unachtsame Umgang mit Kerzenlicht kann ein friedliches Weihnachtsfest schneller als man denken kann in ein Flammeninferno verwandeln. Daher sollten zur Weihnachtszeit einige nützliche Selbstchutztipps unbedingt beherzigt werden.
Seien sie sich der Gefahr bewusst: Wer auf Brände im eigenen Wohnzimmer, vorbereitet ist, kann im Ernstfall schnell handeln und Schlimmeres verhindern:
1. Eimer Wasser oder Sand:
In der Nähe des Christbaumes oder Adventkranzes sollte an den Festtagen immer ein Eimer, entweder gefüllt mit Wasser oder Sand, bereit stehen. Nur so kann man im Ernstfall schnell handeln.
2. Feuerlöscher / Löschdecke:
Jedes Familienmitglied sollte wissen, wo sich der Feuerlöscher / die Löschdecke befinden. Voraussetzung dafür ist, dass diese Löschhilfen im Haushalt vorhanden sind. Mit der Bedienung des Feuerlöschers sollte man sich rechtzeitig vertraut machen und sicherstellen, dass dieser alle zwei Jahre gwartet wird, denn im Ernstfall ist dafür keine Zeit mehr.
3. Notrufnummern:
Wer nach Ausbruch eines Brandes erst hektisch nach den Notrufnummern suchen muss, wird es wahrscheinlich nicht mehr rechtzeitig schaffen, die Feuerwehr zu alarmieren. Daher: Die Nummer 122 sollte sich die ganze Familie einprägen. Aber auch die Nummern der Einsatzkräfte sollten Ihnen bekannt sein. Zur Erinnerung: Rettung 144, Polizei 133, Euronotruf 112.
4. Fluchtwege:
Diese sollen auf keinen Fall versperrt oder zugestellt sein. Jeder sollte den Weg ins Freie kennen, damit keine Panik aufkommt, sollte wirklich etwas passieren. – Keine Aufzüge benützen!
Damit zu Weihnachten nicht die Feuerwehr kommen muss:
1. Adventkranz: Wird der Adventkranz bereits etwas vor dem ersten Adventsonntag gekauft, sollte er in einen kühlen Raum (Keller) oder in den Garten bzw. auf den Balkon gestellt werden. Wenn er bereits kurz nach dem Kauf Nadeln verliert, dann besondere Vorsicht, da die Zweige trocken und brandgefährlich sind!
2. Christbaum: Kaufen Sie den Weihnachtsbaum erst kurz vor dem Weihnachtsfest und stellen Sie ihn in einem Gefäß gefüllt mit Wasser, möglichst im Freien, auf.
3. Kerzen: Lassen Sie brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt, insbesondere dann nicht, wenn Kinder oder Haustiere mit im Haus sind. Abgebrannte kerzen rechtzeitig ersetzen! – Vor dem Zubettgehen oder verlassen des Hauses / Wohnung sich davon überzeugen, dass keine Kerzen mehr brennen!
4. Trockene Zweige: Egal, ob bei Adventgestecken oder Christbäumen, trockene Zweige sind eine große Gefahr! – Keine Kerzen anzünden!
5. Richtiger Untersatz: Auf keinen Fall brennbare Untersätze unter Kerzen oder Gestecken verwenden.
6. Sicherheitsabstand: Stellen Sie den Christbaum in einem genügend großen Sicherheitsabstand zu leicht brennbaren Materialien, wie Vorhängen, Dekorationen, Möbeln und ähnlichem, auf.
7. Kinder: Bei der Aufbewahrung von Zündhölzern und Feuerzeugen darauf, ob Kinder sie in die Hände bekommen könnten. Auch wenn kein Wohnungsbrand entsteht, kann ihr Kind schwere Verbrennungen erleiden. – Mit Kindern über Brandgefahr sprechen.
Wenn es ernst wird:
* Wenn möglich versuchen Sie den Brand selber zu löschen.
* Gehen Sie aber kein Risiko ein: Wenn Sie das Feuer nicht mehr löschen können, verlassen Sie die Wohnung.
* Zögern Sie nicht, die Feuerwehr unter der Notrufnummer 122 zu alarmieren.
* Wenn möglich, schließen Sie noch Fenster und Türen zum Brandraum, damit die Frischluftzufuhr unterbunden wird.
* Warnen Sie Nachbarn.
* Bringen Sie alle in Sicherheit, vor allem Kinder und ältere Menschen.
* Versuchen Sie, gefährdeten Menschen Hilfe zu leisten.
* Wer nicht mehr ins Freie gelangt, sollte sich in den nächstliegenden Raum
* begeben, die Tür schließen, die ins Freie führenden Fenster öffnen und sich
* bemerkbar machen.
* Warten Sie auf die Einsatzkräfte und weisen Sie die Retter ein.
Informationen von der Webseite des Österreichischen Zivilischutzverbandes:
http://www.zivilschutzverband.at/
Quelle: Österreichischer Zivilschutzverband (c)
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