Übung Landesführungsstab

30.11.2018 – Österreichs größte Hochwasser-Katastrophenschutzübung.

Drei Feuerwehrmitglieder aus dem Bezirk Hollabrunn steuerten die Einsatzkräfte im Rahmen des Landesführungsstabes in der Landeswarnzentrale in Tulln.

Brandrat Markus Zahlbrecht als S2 „Lage“
Verwaltungsrat Matthias Widl als S4 „Versorgung“
Bezirkssachbearbeiter Stefan Vietze als S6 „Kommunikation“

Die Ausgangssituation: Ein Hochwasser, das über jenen von 2002 und 2013 liegt. Die Donau tritt vom Bezirk Schärding bis Hainburg über die Ufer, eine Flutwelle schwappt über das Land. Auf der Linzer Traunbrücke entgleist ein Güterzug, seine giftige Fracht fließt ins Wasser. Treibgut schlägt ins Tanklager Korneuburg ein, wo drei Millionen Liter Diesel gelagert sind. Die Westbahnstrecke ist unterbrochen, weil die Eisenbahnbrücken vom Donaustrom bedroht sind. Und dann kommt es auch noch zu einer Explosion in einer Chemiefabrik. Es sind dies nur einige der Szenarien, die am Freitag, dem 30. November 2018, bei der größten Donauhochwasser-Übung in der österreichischen Geschichte simuliert wurden.

Bei der „Stabsrahmenübung mit Echteinlagen“ sah das Drehbuch hunderte Szenarien – vom Errichten mobiler Dämme bis zum Zugunglück – vor, die von Schärding in Oberösterreich bis ins niederösterreichische Hainburg beübt wurden. Die Szenarien wurden dabei teilweise virtuell, teilweise real durchgespielt. Die Katastrophenschutzbehörden übten Hand in Hand mit Feuerwehr, Polizei und Rettungsorganisationen sowie mit den Spezialisten des Bundesheeres. Neben den Kraftwerks- und Dammbetreibern wirkten auch Verkehrs-, Energie- und Telekommunikationsunternehmen an der großangelegten Hochwasser-Übung mit, um die Zusammenarbeit, Meldewege und Schnittstellen zu trainieren.

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