Feuerwehren aus Niederösterreich werden benachbarte Feuerwehren in Slowenien mit Stromerzeugern unterstützen.
Aus dem Bezirk Hollabrunn wurde die Feuerwehr Hollabrunn zum KHD-Einsatz alarmiert.
Derzeit formiert die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Hollabrunn einen Technischen Zug bestehend aus VFA-K (Versorgungsfahrzeug-Allrad mit Kran) und STROMA 150kVA (Notstromaggregat) für den angeforderten Katastrophenhilfsdiensteinsatz in Slowenien.
UPDATE 03.02. 07:30 :
…::: Aufbruch nach Slowenien :::…
Die KHD-Einheiten (120 Feuerwehrmitglieder und 40 Einsatzfahrzeuge) sammelten sich gegen 6 Uhr auf einem Autobahnparkplatz bei Steinfeld. Nach einer kurzen Lagebesprechung wurde im Konvoi die Reise ins rund 380 Kilometer entfernte Notranjska (eine Region im südwestlichen Teil von Slowenien) gestartet. Im Gepäck haben die Einheiten zwei Stück 500 kVA, 21 Stück 150 kVA und ein 175 kVA-Stromerzeuger. Mit dabei der Versorgungsdienst und 7.500 Liter Diesel auf Achse. Auch mit an Bord ein Telelader mit Schneeschild und der Nachrichtendienst, damit vor Ort die Kommunikation sicher gestellt ist.
(Text: noe122.at)
LAGEMELDUNG von der FF Hollabrunn:
Die Feuerwehr Hollabrunn ist im STROM ZUG OST NÖ eingegliedert.
Bestehend aus:
KDOF Laa
WLF Mistelbach
STROMA 500 kVA Mistelbach
LAST Hollabrunn
STROMA 150 kVA Hollabrunn
WLF Poysdorf
STROMA 150 kVA Poysdorf
RLF Eckertsau
STROMA 150 kVA Gänserndorf
WLF Sierndorf
STROMA 150 kVA Stockerau
Insgesamt wird durch die NÖ Auslandsbereitschaft 4500 kVA Stromversorgung hergestellt.
Versorgt wird kritische Infrastrucktur wie Krankenhäuser und Pflegeheime ca 200.000 personen
FOTO-UPDATE 03.02.14
Hier finden Sie einen Link zu den Fotos von der Infoseite einsatzdoku.at:
http://www.noen.at/fotosvideos/fotos/detail/cme99342,1307319
UPDATE 03.02. 21:00 :
Die Einheiten der NÖ Feuerwehren sind im Laufe des Nachmittags gut in Slowenien angekommen. Um 18:00 Uhr fand eine große Lagebesprechung statt.
Die Mitglieder der NÖ Feuerwehren werden über das ganze Land verteilt um Strom bei den verschiedenen Trafostationen einzuspeisen. Hauptsächlich sollen die Krankenhäuser, Pflegeheime, Wasserwerke, usw mit Strom versorgt werden um die Infrastruktur wieder aufzubauen.
Die Klirrende Kälte macht die Arbeit der Feuerwehrmitglieder nicht gerade einfach. Um 24:00 Uhr sollen alle Stromerzeuger aus Niederösterreich am Stromnetz von Slowenien hängen.
Auf Ansuchen der slowenischen Regierung soll der Einsatz nicht wie geplant 72 Stunden andauern sondern auf 14 Tage erweitert werden. Die Mitglieder der Feuerwehren werden im 3 Tages Takt abgelöst werden.
Text von fireworld.at:
Fireworld.at konnte heute Abend Franz Resperger, Pressesprecher des Nö Landesfeuerwehrkommandos, telefonisch in Slowenien erreichen – ein Unterfangen, das in Anbetracht der prekären infrastrukturellen Lage im Einsatzgebiet als unmöglich erschien.
Seit Samstag herrsche immer wieder Eisregen, zahllose Strom- und Telegrafenmasten sind geknickt und auf Gebäuden gelandet, die auf einigen Masten festgestellte Eisdichte entspricht etwa Faustdicke. 120.000 Haushalte gilt es derzeit, so gut als möglich, mit Strom zu versorgen. Ein großteil der betroffenen Haushalte hat durch den Einsatz der Aggregate wieder Zugriff auf Strom, in etlichen Bauernhöfen sind Melkmaschinen ausgefallen und mittlerweile durch die eingesetzten Kräfte wieder mit Strom versorgt, berichtet Resperger aus dem Einsatzgebiet.
Auch die wichtigsten Krankenhäuser konnten mittlerweile derart versorgt werden, dass die im Gesundheitswesen notwendigen Standards wieder hergestellt sind.
Große Freude macht sich auch unter den slowenischen Bürgern breit, so Resperger, die die Feuerwehrkräfte aus Niederösterreich enthusiastisch in Empfang genommen haben.
Alenka Bratusek, Premierministerin von Slowenien, bedankte sich bei Dietmar Fahrafellner (LBD Niederösterreich) für die rasche Hilfe aus Niederösterreich und Salzburg und bat darum, den Hilfseinsatz auf etwa 14 Tage auszudehnen.
Fotos finden Sie auch auf afkhollabrunn.at
Hier der Bericht zu dem Einsatz von NÖ-Heute: http://tvthek.orf.at/program/Niederoesterreich-heute/70017/Niederoesterreich-heute/7441640/Hilfseinsatz-in-Slowenien/7441642
Sobald weitere Informationen vorliegen werden Sie hier ausführlich imformiert.
Bericht von NÖN-Online 02.02.14
:
Katastrophenalarm Strom.
Die slowenischen Behörden haben Katastrophenalarm ausgelöst und das benachbarte Ausland um Hilfe gebeten. 120 freiwillige Feuerwehrmitglieder aus Niederösterreich werden am Montag um sechs Uhr früh vom Autobahnparkplatz Steinfeld im Bezirk Neunkirchen mit 23 leistungsstarken Stromgeneratoren zu einem großen länderübergreifenden Hilfseinsatz aufbrechen. Noch in den Nachtstunden ist ein Erkundungskommando mit vier Offizieren des NÖ Landesfeuerwehrverbandes aus Tulln in die slowenische Hauptstadt Laibach aufgebrochen, um mit den örtlichen Behörden die notwendigen Einsatzstrategien zu entwickeln. Fest steht, dass vor allem der Südwesten Sloweniens, die Region Notranjska, schwer unter den gigantischen Schneemassen leidet. Auch Verpflegung und Treibstoff wird nach Slowenien mitgeführt Von den 23 rollenden Stromgeneratoren (5.000 KVA) sind zwei in der Lage, Spitäler mit 300 bis 500 Patienten oder etwa 1000 Haushalte mit elektrischer Energie zu versorgen. Die restlichen 21 Stromgeneratoren verfügen über eine Leistung von 150 KVA, die überwiegend zur Versorgung von kritischer Infrastruktur (Pflegeheime, behördliche Einsatzleitungen, etc.) eingesetzt werden. NÖ Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner: „Um in Slowenien so unabhängig wie möglich agieren zu können, werden wir auch Verpflegung und Treibstoff nach Slowenien mitführen. Auch ein Feuerwehrarzt wird die Mannschaften begleiten und für deren Sicherheit sorgen. Wir werden alles unternehmen, um die Menschen in Slowenien so rasch wie möglich wieder mit Strom versorgen zu können.“ Beeindruckt von der Schlagkraft der NÖ Feuerwehren zeigt sich auch Landeshauptmann Erwin Pröll, der die Hilfsaktion sofort genehmigt hat: „Dieser Einsatz ist nicht nur ein Zeichen für die vorbildliche Einsatzbereitschaft der freiwilligen Feuerwehrmitglieder aus Niederösterreich, sondern auch für die hervorragende technische Ausrüstung. Ich bin froh, dass es Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner und mir während der Hochwasserkatastrophe 2013 gelungen ist, eine Erhöhung der Bundesförderungen für Einsatzgeräte zur Katastrophenbekämpfung zu erreichen.“
Quelle: Pressestelle-LFK NÖ / NÖN-Online / einsatzdoku.at / ORF
http://www.noen.at/fotosvideos/fotos/detail/cme99342,1307319
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