19.527 Einsatzstunden für die Bevölkerung im Bezirk Hollabrunn

Freiwillige Feuerwehren mussten im Vorjahr 1.594 Einsätze leisten

BEZIRK HOLLABRUNN – Anlässlich des Bezirksfeuerwehrtages am 20. Juni im Stadtsaal Hollabrunn präsentierte Bezirksfeuerwehrkommandant Josef Firmkranz eine umfangreiche Leistungsbilanz der 117 Freiwilligen Feuerwehren des Bezirkes Hollabrunn.
Im Vorjahr mussten die ehrenamtlichen Helfer zu 1.594 Einsätzen ausrücken. Diese gliedern sich in 1.053 technische Hilfeleistungen, vorwiegend nach Verkehrsunfällen, 254 Brandsicherheitsdienste bei Veranstaltungen, 227 Brandeinsätze und 60 Fehlalarme. Dabei wurden 19.527 unentgeltliche Einsatzstunden geleistet.
Derzeit sind im Bezirk 4.703 freiwillige Helfer bei der Feuerwehr. 3.576 in der aktiven Einsatzmannschaft, 948 sind Reservisten und 179 bei der Feuerwehrjugend. Der Frauenanteil ist mit 4,5 Prozent noch immer sehr gering. Was uns zum Nachdenken bewegen sollte, ist die Altersstatistik, macht sich Oberbrandrat Firmkranz über die zunehmende Überalterung in den Reihen der Florianijünger Sorgen. Immerhin gehören bereits 47,5 Prozent der Feuerwehrmitglieder der Altersgruppe von 41 bis 65 Jahren an. Neben der Einsatztätigkeit werden die freiwilligen Helfer auch im Rahmen der Ausbildungs- und Übungstätigkeit sowie der Aufbringung der erforderlichen Geldmittel gefordert. Denn 70 Prozent der für die Anschaffung der gesetzlich vorgeschriebenen Fahrzeuge und Gerätschaften sowie der für den laufenden Betrieb notwendigen Geldmittel müssen die Feuerwehren im Bezirk Hollabrunn selbst aufbringen. Der Rest kommt von den Gemeinden sowie aus Fördergeldern. Firmkranz: Leider wird oft fälschlicherweise bei diesen Fördermitteln von Geldern des Landes gesprochen. In Wahrheit handelt es sich dabei aber um Mittel aus dem Katastrophenfonds, also um Bundesmittel, sowie um Gelder aus der Feuerschutzsteuer, also aus den Feuerversicherungen.
An aktuellen Projekten des Bezirksfeuerwehrkommandos nannte der Oberbrandrat konstruktive Verhandlungen mit der Straßenbauabteilung des Landes NÖ, damit die Feuerwehren auch nach dem Sicherheitsausbau der B 303 bei Verkehrsunfällen rasche und sichere Hilfe leisten können.
Im Rahmen des heurigen Bezirksfeuerwehrtages wurde auch eine Florianiplakette des NÖ Landesfeuerwehrverbandes verliehen. Diese höchste Auszeichnung der Feuerwehr an Zivilpersonen erhielt der ehemalige Bezirkshauptmann-Stellvertreter von Hollabrunn und nunmehrige Bezirkshauptmann von Horn, Mag. Johannes Kranner für die gute Zusammenarbeit mit der größten Einsatzorganisation des Bezirkes. Hollabrunns Bezirkshauptmann Mag. Stefan Grusch erhielt in seiner Eigenschaft als Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes das Verdienstzeichen 3. Klasse des NÖ Landesfeuerwehrverbandes, ebenso Abteilungsinspektor Christian Krimmel vom Bezirkspolizeikommando Hollabrunn.
Weitere Auszeichnungen verdienter Feuerwehrmitglieder:
Verdienstmedaille 3. Klasse des NÖ Landesfeuerwehrverbandes: Karl Altenburger, FF Aspersdorf; Jürgen Zeinler, FF Oberfellabrunn; Josef Kraft, FF Ravelsbach; Christian Hochreiner, FF Großreipersdorf.
Verdienstzeichen 3. Klasse des NÖ Landesfeuerwehrverbandes: Rudolf Holzer, FF Porrau; Herbert Schmalzbauer, FF Waitzendorf.
Verdienstzeichen 3. Stufe des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes (ÖBFV): Josef Weidner, FF Mittergrabern; Josef Reinwein, FF Kiblitz

Quelle: Foto: Raimund Lunzer

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