Ursachenermittlung Explosion Aspersdorf

Wir haben mit den Verantwortlichen beim Landeskriminalamt, der EVN und auch mit der Familie gesprochen.

Hier der aktuelle Stand zu den Erhebungen der Wohnhausexplosion in Aspersdorf am Mittwoch dem 20. September 2017.

Fakt ist das die Explosion durch Erdgas zu Stande gekommen ist, obwohl der Gasanschluss vor dem Haus endet.  Ebenfalls Fakt ist, dass dieses Endstück beschädigt war und darüber das Gas ausgeströmt ist. Ebenfalls gegeben ist das eine Dichtheitsprüfung der EVN im November 2016, keine Lecks aufzeigte. Als sicher gilt außerdem, dass im Bereich des Gas-Endstückes seit einigen Jahren keine Grabungsarbeiten stattgefunden haben.

Woher die Beschädigung des Endstückes kommt, ist aktuell Sache der Ermittlungen der Polizei. Ausgehend von der aktuellen Sachlage und auf Basis der Aussagen von Sachverständigen, geht man jedoch aktuell davon aus, dass eine Vorschädigung des Endstückes bereits vor einigen Jahren passiert ist und nun durch Materialermüdung bzw. dem ständig herrschenden Druck, im Laufe der Zeit, das Leck entstanden ist.

Das Gas suchte sich, bereits über einen längeren Zeitraum, seinen Weg durch das Erdreich, Mauerritzen, Ziegel und diverse Leitungsöffnungen ins Haus. Durch den langen Weg durch das Erdreich, wurde ein Großteil des künstlich zugesetzten Duftstoffes entfernt.

Die EVN hat nach dem Unglück umgehend Bohrungen in der Umgebung durchgeführt um das Erdreich zu belüften. Gas-Messungen wurden parallel dazu durchgeführt. Die EVN verspricht rasche, unbürokratische sowie umfassende Hilfe gegenüber allen Geschädigten. Hintergrund ist, dass die EVN als Netzbetreiber eine so genannte verschuldensunabhängige Haftung für Schäden in Zusammenhang mit der Gasleitung hat.

Nach einer erneuten Dichtheitsüberprüfung von Donnerstag bis Freitagmorgen, wurden die Haushalte bereits im Laufe des Freitages wieder mit Gas versorgt. Aktuell wird das gesamte Gasnetz in Aspersdorf erneut überprüft.

Laut Auskunft der Familie wurde die 37jährige Mutter eines Kindes heute erfolgreich operiert und befindet sich am Wege der Besserung.

Auf Initiative des Aspersdorfer Ortsvorstehers Karl Riedmayer und von Vizebürgermeister Alfred Babinsky wurde ein Spendenkonto errichtet. Die Kontonummer lautet: IBAN AT53 2011 1296 6043 2812.

Bei Gasgeruch ist umgehend zu lüften, keine elektronischen Geräte aktivgieren und von außerhalb des Gebäudes der Gasnotruf 128 zu wählen.

Gasgeruch in geschlossenen Räumen? Bleiben Sie ruhig und beachten Sie die folgenden Sicherheitsregeln:

  • Lüften Sie den Raum (Fenster und Türen öffnen).
  • Erzeugen Sie keine Flammen und Funken, betätigen Sie keine Schalter und telefonieren Sie nicht in diesem Raum.
  • Unterbrechen Sie die Gasversorgung (Gerätehahn, Hauptabsperrung schließen).
  • Warnen Sie die Mitbewohner (klopfen, nicht klingeln).
  • Verlassen Sie und Ihre Mitbewohner den Gefahrenbereich.
  • Wählen Sie von außerhalb des Gefahrenbereichs den Gasnotruf 128.

Mehr zum Thema Gasgeruch hier: https://www.netz-noe.at/Netz-Niederosterreich/Service/Storungsdienst/Verhalten-bei-Gasgeruch.aspx

Im Handel sind auch Gasmelder für Haushalte erhältlich. Diese reagieren meist auf Stadt-, Erd- und Flüssiggas. Nicht zu verwechseln sind diese mit Kohlenmonoxid-Warnern (bei zB Gasthermen).

Update vom 28.09.2017:

http://noe.orf.at/news/stories/2869011/

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