Heute, kurz vor 08:00 wurde die Feuerwehr Seefeld-Kadolz (Bezirk Hollabrunn) zu einem Brandverdacht in einen Gutsbetrieb alarmiert. Nach einer ersten Erkundung stellte sich heraus dass es in dem riesigen Schrotsilo zu einem Glimmbrand gekommen ist.
Mittels einer Wärmebildkamera und mehreren Atemschutztrupps wurde der Brandherd lokalisiert. Ein direktes ablöschen ist jedoch aufgrund der Gefahr des Aufquellens des Brandgutes bzw. der Verbauung nicht möglich. Während der anstrengenden Arbeiten wurde auch in einem zweiten Siloabschnitt ein Brandherd entdeckt. Erste Messungen zeigen im Inneren der Silos bis zu 230 Grad.
Aktuell stehen über 100 Feuerwehrmitglieder von 10 Feuerwehren im Einsatz. Die Feuerwehrmitglieder versuchen Teile des Brandgutes, unter schwerem Atemschutz, aus dem Silo zu transportieren. Nicht nur die Hitze im inneren, sondern auch die Kälte im Außenbereich machen den Einsatzkräften zu schaffen.
Zusätzlich wurde aus einem Spezialbetrieb ein LKW mit Stickstoff alarmiert. Mittels Lanzen wird versucht das Brandgut zu Ersticken.
Update von 13:30:
Ingesamt sind nun über 100 Feuerwehrmitglieder von 10 Feuerwehren im Einsatz. Die Mitglieder tragen unter schwerem Atemschutz den Futterschrot von 25 Meter Höhe einige Stockwerke nach unten. Von dort aus geht es per Aufzug weiter. Es müssen unzählige Tonnen Schrot per Hand abtransportiert werden um den Zugang mittels Stickstoff-Löschlanzen zu ermöglichen. Nach zwei Durchgängen müssen die Atemschutztruppts wegen der körperlichen Anstrengungen ausgewechselt werdne.
Um 14:00 wird der Spezial-LKW mit Stickstoff erwartet. Zwei Stickstoff Spezialisiten sind bereits vor Ort.
Update von 15:30:
Der erste Brandraum (Silozelle) wurde nun zu 2/3 entleert händisch entleert (siehe Fotos anbei). Zur Zeit haben alle Feuerwehrkräfte das Silo verlassen und die Firma Messer beginnt mir der Flutung mit 1000kg Flüssigstickstoff (minus 196 Grad). Feuerwehrkräfte haben dazu im unteren und oberen Bereich des Silo Zugangsmöglichkeiten geschaffen. Nach der Flutung muss noch eine komplette Silozelle entleert werden. Noch immer stehen 100 Feuerwehrmitglieder im Einsatz. Der Einsatz wird noch einige Stunden andauern.
Bis 17:00 wird mit Stickstoff geflutet. Danach muss ein Silo entleert werden und daß darüberliegende Brandraum händisch entleert werden. Dazu sind erneut zusätzliche Atemschutzträger aus weiteren Feuerwehren notwendig.
Update 20:30:
Einsatzleiter Andres Dietler, Seefeld-Kadolz berichtet: Alle Silozellen und Lagerbereiche wurden mit Stickstoff geflutet. Die Glutnester wurden dadurch erstickt. Aufgrund des Stickstoffes ist jedoch erneut der Einsatz von schweren Atemschutz notwendig. Es stehen wieder über 100 Feuerwehrmitglieder aus 14 Feuerwehren im Einsatz um die verbleibenden Bereiche zu räumen. Es gilt ein Silo komplett zu entleeren und einen Lagerbereich händisch frei zu räumen.
Es standen bis jetzt bereits 55 Atemschutztrupps im Einsatz. 275 Atemluftflaschen wurden neu gefüllt. (3 neue Fotos online)
22:00
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