Leistungsbilanz der Feuerwehren

Im Zuge des heurigen Bezirksfeuerwehrtages am 12. März 2011 wurden mit den Neuwahlen der Feuerfunktionäre im Bezirk, die Weichen für die nächste Wahlperiode gestellt. Dabei wurde auch eine beeindruckende Leistungsbilanz der Feuerwehren präsentiert.

Bezirksfeuerwehrkommandant Johann Thürr konnte 208 Kommandanten und Stellvertreter, sowie einige weitere Feuerwehrfunktionäre, in der Grenzlandhalle in Hadres begrüßen.
Johann Thürr präsentierte in seiner Rede die Leistungen der Feuerwehren im Bezirk. Im Jahr 2010 rückten Feuerwehren aus unserem Bezirk täglich zu etwa 6 Einsätzen aus. Dabei leisteten 14.376 Mitglieder 43.403 Einsatzstunden. Umgerechnet wären das 5.425 Arbeitstage oder 24 Personen die jeweils für ein Arbeitsjahr beschäftigt wären. Dabei handelt es sich, wohlgemerkt, nur um die Einsätze und somit, aufwandsmäßig, um den kleinsten Teil des Leistungsspektrums der Feuerwehren.
Johann Thürr weiter: Die Hochwasserlagen im Frühjahr und Sommer 2010 zeigten, dass unser System der freiwilligen Feuerwehren auch bei Katastrophen, noch über genügend Reserven verfügt um den normalen Einsatzbetrieb aufrecht zu erhalten. Keine anderen Organisationsstrukturen als unser System der freiwilligen Feuerwehren könnte solche Leistungen erbringen.
Im Moment stehen für den regulären Einsatzablauf und für den Katastrophenschutz 3.623 freiwillige Mitglieder im Bezirk bereit, um Ihren Mitmenschen zu helfen. 926 weitere Mitglieder stehen im Reservedienst zur Verfügung. Die Feuerwehrjugend ist auf nun insgesamt 209 Mädchen und Burschen angewachsen.
Im Zuge des Katastropheneinsatzes im August waren bis zu 128 Feuerwehren gleichzeitig im Einsatz um der Bevölkerung zu helfen. Dabei wurden zu Spitzenzeiten 9.000 Kubikmeter Wasser pro Stunde gefördert. Ein Rundbecken mit 3,5 Metern Durchmesser wäre damit in 4 Sekunden, 1 Meter hoch mit Wasser befüllt.
Johann Thürr ging in seiner Ansprache auch auf offene Problematiken ein: Durch den unermüdlichen Einsatz unserer Mitglieder und den Kräften aus ganz Niederösterreich, war es uns möglich die größten Schäden noch vor dem Beginn der Arbeitswoche zu beseitigen. Wind und Wetter kennen jedoch keine Wochentage! Auch wenn ich mir sicher bin das wir die Lage ebenfalls während der Arbeitswoche im gleichen Maße beherrscht hätten, so wäre es für jeden einzelnen von uns doch deutlich problematischer gewesen. Hier zeigt sich einmal mehr die Notwendigkeit zur Schaffung einer rechtlichen Grundlage zur Arbeitsfreistellung unserer Mitglieder.

Quelle: BFKDO Hollabrunn

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